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Ingenieurbüro Redivo

Unfall was nun? PDF Drucken E-Mail

Wenn Sie in einen Unfall verwickelt werden, sollten Sie die nachfolgenden Punkte unbedingt beachten:


AM UNFALLORT


  • füllen Sie möglichst einen vorgedruckten Unfallbericht (Unfallbericht drucken) aus und notieren Sie:
  • das amtliche Kennzeichen des Unfallverursachers und aller am Unfall beteiligen Fahrzeuge
  • Name, Anschrift und Versicherung der/des Unfallgegners und wenn abweichend auch des Fahrzeughalters, weiterhin aller am Unfallgeschehen beteiligter Personen sowie mögliche Augenzeugen (lassen Sie sich den Personalausweis/e sowie den Fahrzeugschein/e zeigen)
  • fertigen Sie eine Skizze von der Unfallstelle bzw. dem Unfallhergang
  • lassen Sie die Skizze und den Unfallbericht vom Unfallgegner unterschreiben
  • Name und Dienststelle des aufnehmenden Polizeibeamten (rufen Sie bei unklarer Situation immer die Polizei); bei Fahrten mit Mietwagen oder Firmenwagen sowie Personenschäden ist unbedingt die Polizei hinzuzuziehen.
  • akzeptieren/zahlen Sie an der Unfallstelle kein Buß- oder Verwarnungsgeld wenn Sie unsicher hinsichtlich der Schuldfrage sind (Bezahlte bzw. anerkannte Bußgelder/Verwarnungen werden oft als Schuldanerkenntnis angesehen)

FOTOGRAFIEREN SIE


  • nach Möglichkeit den Unfallort und die Fahrzeuge in der Stellung nach dem Zusammenstoß. Achten Sie auf Bremsspuren, Glas- bzw. Splitter von Leuchten sowie Flüssigkeitsaustritte etc. Bilder können beispielsweise mit dem Handy oder mit einer im Fahrzeug bereitgehaltenen Wegwerfkamera gefertigt werden.

BESTIMMEN / BEAUFTRAGEN SIE SELBST


  • einen neutralen anerkannten Sachverständigen Ihres Vertrauens (Sie haben bei einem nicht verschuldeten Unfall generell das Recht auf freie Sachverständigenwahl) um den Schaden zur Beweissicherung zu begutachten. Dieser Sachverständige wird dann die Schadenshöhe, den Fahrzeugwert, die Wertminderung, die Reparaturdauer, den Restwert, evtl. bestehende Reparaturrisiken und vieles mehr festlegen und Ihnen die sich hieraus aus technischer Sicht ergebenden Möglichkeiten offen legen. Weiterhin kann das Schadensgutachten bei einem späteren Verkauf des reparierten Fahrzeuges der Dokumentation des Unfallschadens dienen. Anfallende Sachverständigengebühren werden selbstverständlich von der gegnerischen Versicherung getragen und mittels einer von Ihnen unterschriebenen Abtretungserklärung (Abtretungserklärung drucken) direkt von dort ausgeglichen. Außer es handelt sich für einen Laien um einen erkennbaren Bagatellschaden.
  • die Werkstatt Ihres Vertrauens (Sie haben bei einem nicht verschuldeten Unfall generell das Recht zur freien Werkstattwahl). Anfallende Reparaturkosten werden auch hier von der gegnerischen Versicherung getragen und können ebenfalls abgetreten werden.
  • einen mit dem Verkehrsrecht vertrauten Rechtsanwalt (wenn Sie keinen Verkehr-Rechtsanwalt kennen, fragen Sie Ihren Sachverständigen er kann Ihnen mit Sicherheit einen Spezialisten nennen) der Ihre Interessen gegenüber der gegnerischen Versicherung geltend macht und zur Not auch bis zum letzen Cent eintreiben kann. Bei unverschuldeten Unfällen zahlt die gegnerische Haftpflichtversicherung auch hier die Kosten Ihres Rechtsanwalts.

BEACHTEN SIE UNBEDINGT


  • die Qualifikation des Gutachters und dessen Unabhängigkeit sind Garanten für korrekte Gutachten. Wählen Sie unbedingt einen qualifizierten, unabhängigen Sachverständigen.

Tipp


  • sammeln Sie alle Belege über unfallbedingte Kosten: alle Rechnungen, Quittungen von Behörden (z.B. Kfz-Zulassungsstelle) und sonstige Kosten-, Nachweise (z.B. Reste von Vignetten bei Zerstörung der Windschutzscheibe). Dokumentieren Sie (Fotos!) alle Beschädigungen an Bekleidung, im Fahrzeug mitgeführten, beschädigten Gegenständen etc., oder lassen Sie diese vom Ihrem Sachverständigen bei der Fahrzeugbesichtigung direkt dokumentieren.